Reden

Rechtschreibung vs Typografie: Versalien

Das Thema „Majuskel vs Minuskel“ oder G R O S S B U C H S T A B E N vs Kleinbuchstaben findet oftmals kein Ende. Der Versalsatz wird typografisch als gestalterisches Mittel eingesetzt. Unter anderem bei Plakaten, in der Buchgestaltung und bei Anzeigen. In der Werbung insbesondere bei der Gestaltung von Headlines, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Was ist dabei zu beachten?

Heutzutage werden Versalien gerne für bestimmte Funktionen gebraucht. Beispielsweise um einen Text zu strukturieren. Dabei können ganze Wörter und Zeilen in Versalien gesetzt werden. Dies ist aber unter Umständen schwierig. Die Lesbarkeit ist beeinträchtigt und nicht jede Schrift kommt infrage. Auch benötigen die Texte erheblich mehr Platz. Deshalb: Für lange Texte sind Majuskeln ungünstig. Aber angewendet auf einzelne Wörter, die eine ästhetische Wirkung erzielen und sich herausheben sollen, kann damit ein schöner kommunikativer Effekt erzielt werden. So erhalten einzelne Worte einen besonderen Ausdruck.

Auch zur visuellen Gliederung von Texten dient die Verwendung von Majuskeln. Zum Beispiel beim Aufbau eines Artikels. Dort kann die (kurze!) Headline in Majuskeln gesetzt werden, die Subline in Minuskeln und der Fließtext klassisch in Groß und Kleinbuchstaben. Auf diese Weise erhalten Leser einen guten Überblick über den Gesamttext und zugleich ist ihnen mit flüssiger Lesbarkeit gedient. Dabei ist allerdings zu beachten, das die Headline in Majuskeln spationiert wird, um hier ebenfalls die Lesbarkeit zu unterstützen.