Monate: Februar 2019

Stichwort: Ruhe

Das neue Jahr hat begonnen. Wie voll sind die Terminkalender jetzt schon? Da unsere schon ziemlich voll sind, haben wir uns gefragt, wie eigentlich Ruhe zustande kommt und wie sie gestiftet wird. Bei der Recherche sind wir auf ein besonderes Projekt gestoßen, das uns im wortwörtlichen Sinn aufhorchen ließ. Ruhe und Stress haben beide etwas mit den Ohren zu tun. Nicht umsonst gibt es den Tinnitus … und weitgehende Forschungsprojekte dazu. Der Weg vom Stress zum klopfenden Herzen ist nicht weit. Und so finden sich enorm viele Stiftungen in diesem Themenfeld, deren Anliegen die Herzgesundheit ist. Aber was ist mit den ganz Kleinen, die Stress eigentlich noch gar nicht kennen sollten? Die noch keine Verhaltensmuster damit gelernt haben? Die schon mit schwächeren Herzen in eine stressige Welt geboren wurden? Die Paul-Nikolai-Ehlers-Stiftung unterstützt diese kleinen Menschen: mit Musiktherapie. Harmonie gegen das geschäftige Piepen und Brummen der Apparate im Krankenhaus, warme Töne gegen die oftmals mit Krankenhausaufenthalten einhergehende Einsamkeit und Kühle. Und die größeren Menschen, wie wir, können das Gleiche für sich selbst tun: zwischen dem einen …

Wort des Monats Februar: Traufe

das niedertröpfeln; der tropfen; der ort des tropfenfalles, das traufrecht Die Bedeutungen des Wortes Traufe hintereinander weg gelesen ergeben einen vollständigen Wasserkreislauf mit Hausrecht. Das Wasser tröpfelt, der Tropfen fällt an der Dachkante hinunter und der Raum, den er dazu benötigt, darf nicht zugebaut werden. Die Traufe ist wie ein unsichtbares Dazwischen: Sie ist nicht Regen, aber sie entsteht durch den Regen und besteht so wie er aus Tropfen. Sie ist nicht Wetterschutz. Denn „vom Regen in die Traufe“ meint vom lockeren Schauer in den Fluss der Tropfen, die sich an der Dachkante verdichten. Und doch ist sie nah daran, Schutz zu sein, denn sie markiert den Beginn des Grundstückseigentums. Sie ist nicht das Grundstück selbst, aber sie ist doch der Ort des Tropfenfalls, der eine nachbarschaftliche Distanz mitbestimmt. Die Traufe selbst ist ein Zwischenwort, ein Zwischenton, ein Zwischenraum. Worte wie sie verdichten unsere Sprache – wie Regen sich an einer Dachkante verdichtet und herabfallend einen eigenen Raum erschafft.

Höchste Zeit, nett zu sein!

Jetzt ist schon einige Zeit vergangen seit ich am Forum Stiftungskommunikation in Berlin teilnahm. Unter dem Thema „Höchste Zeit, nett zu sein!“– Warum der achtsame Umgang mit uns selbst und anderen lohnt“ wurde diskutiert, Gedanken ausgetauscht und Workshops gehalten.  Wie teile ich was mit? Habe ich die Informationen unter Kontrolle? Wie reagiere ich auf Hass oder Provokation? Diese und viele andere Themen wurden angesprochen und mit den Teilnehmenden aus verschiedenen Stiftungen war es ein interessanter Erfahrungsaustausch für mich.  Mir als Kommunikationsdesigner ist „achtsames Kommunizieren“ nicht immer so bewusst gewesen. Oft werden die Botschaften gerade in der klassischen Werbung nur so laut wie möglich nach Außen geschrien und das geht im Umfeld der Stiftungen natürlich nicht. Um so wichtiger war der Einblick in die unterschiedlichen Denkwesen und Meinungen der Stiftungen, wie sie mit ihren Informationen umgehen, sehr interessant für mich. Aus dem Forum Stiftungskommunikation nehme ich für unsere verantwortungsvolle Arbeit vor allem mit: Informationen, die wir kommunizieren, nochmals zu Hinterfragen und deren Bedeutung und mögliche Auswirkungen nicht aus den Augen zu verlieren.  Ich freue mich auf …