Monate: September 2019

Stichwort: Erntedank

„Für mich ist die dankbare Zeit des Erntens gekommen“, so sagt es mir ein über achtzigjähriger Herr, gelassen, froh und zufrieden. Ich habe zuvor nie daran gedacht, dass Erntedank auch das ist: Sich zum Ende des Lebens hin, Ruhe zu nehmen und die Früchte des eigenen Lebens dankbar anzusehen. Eine Lebenseinstellung, die ihre Zeit hat. Dies und noch viel mehr ist Erntedank. Das Erntedankfest ist eines der schönsten, finde ich. Weil es so wunderbar erdet, zum Wesentlichen zurückkehrt. Auch, weil es eines der ältesten Feste der Menschen überhaupt ist – auf der ganzen Welt. Kein Wunder: Es nimmt ja nicht viel Mühe in Anspruch zu überlegen, wofür man danken kann … Auch wenn die wenige Mühe in starkem Kontrast zu der Seltenheit steht, in der man es tut. Das ist auch etwas schönes: Erntedank erinnert daran zu danken, wie der Knoten im Taschentuch. Stiftungen haben natürlich eine Menge Gründe für Ernte, Dank und Erntedank. Gefeiert wird verschieden, je nach Region. Offiziell ist am 6. Oktober der Tag des Erntedanks, auch hier gibt es aber Unterschiede …

Zahl des Monats September: 68

„Insgesamt ist es um die Akzeptanz von Vielfalt in Deutschland überall recht gut bestellt. Auf einer Skala von 0 bis 100 erreicht die Akzeptanz von Vielfalt für die gesamt- deutsche Stichprobe einen Wert von 68.“ heißt es in „Zusammenhalt in Vielfalt. Das Vielfaltsbarometer 2019 der Robert Bosch Stiftung“; Seite 47 ff. Quelle: https://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/publications/pdf/2019-03/Vielfaltsbarometer%202019_Studie%20Zusammenhalt%20in%20Vielfalt.pdf

Wort des Monats September: Reigen

ursprünglich, vom Verb reihen/reien, der reie „zuerst begegnet uns der reie in der höfischen poesie des mittelalters und bezeichnet zunächst eine bestimmte volksthümliche art des tanzes, die zur sommerzeit im freien von den bauern gepflegt wurde: die tanzenden bildeten entweder eine kette oder standen paarweise hintereinander und folgten den bewegungen eines oder mehrerer vortänzer, der den leitstab als zeichen seiner würde führte; die rhythmische bewegung schlosz sich der weise eines tanzliedes an, das zu den tönen einer geige oder mehrerer instrumente von dem vorsänger angestimmt und von den tanzenden aufgenommen wurde. der vortänzer war zugleich meist auch vorsänger, auch vorsängerinnen werden erwähnt. der reie, den die bauern springen, steht im gegensatz zu dem tanze, den hovetenzen, welche die ritterliche gesellschaft übte. der höfische tanz wird getreten, der reie gesprungen […] die einheit von tanz und gesang im reien blieb bis zum überhandnehmen der ausländischen tänze im 17. jh. bewahrt […] der alte reigen ist erhalten in einigen alterthümlichen zunfttänzen, in ländlichen tanzarten und den ringelreihen u. ähnl. der kinderwelt. Auszug aus: Deutsches Wörterbuch von Jacob …