Autor: Hanno Brahms

StiftungsTag in Mannheim #DST2019

Erst Osnabrück, dann Nürnberg, jetzt Mannheim, unser dritter StiftungsTag unter dem Motto „Unsere Demokratie“.  Ein klares Wort vorab von meiner Seite. Als Demokrat und in Deutschland, in Europa lebender Mensch , sind die demokratischen Normen, Werte, das Wissen und vielfältige gesellschaftliche Zusammenleben, für mich existentiell und in keiner Form verhandelbar.  Daher war der StiftungsTag in Mannheim eine wahre Bereicherung. Wir alle sind gefordert für unsere Demokratie einzustehen, damit das freie gesellschaftliche Miteinander funktioniert und nicht abdriftet. Der StiftungsTag bot viele Möglichkeiten sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, mitzureden, zu diskutieren, sich auszutauschen und interessante Menschen kennenzulernen. Ein perfekter Baustein für Stiftungen, die sich von jeher für die Vielfalt in der Gesellschaft einsetzen. Wir sind gerne mit unserer Arbeit ein Teil davon und Kommunikation ist gewissermaßen auch Demokratiearbeit.  Und jetzt noch ein Begegnung in Mannheim.  Da ist man den ganzen Tag auf dem Kongress, mit lauter intellektuellen Menschen, aber auf dem Weg zum Hotel in Mannheim kam ich in das reale Leben zurück. Ein Spielplatz voll mit Kindern (23 Uhr) ein Kiosk der mir Tabak …

Stichwort: Schulbücher

Vor kurzem habe ich folgendes gehört: Eine Lehrerin wollte im Unterricht mit dem Laptop der Schule den Schülern was zeigen. Es gab ein technisches Problem, wie so oft mit veralteter Technik. Sie konnte das Problem schließlich mit der Hilfe einer ihrer Schüler lösen und schon hat es geklappt.  In dieser Situation möchte natürlich kein Lehrer sein. Aber die jüngere Generation wächst mit den Medien und der Technik selbstverständlicher auf. Ein typischer Generationenkonflikt.  So ist es doch besser man findet gemeinsam neue Wege in die Zukunft. Dazu braucht es Hilfe. Das Forum Bildung Digitalisierung unterstützt Schulen dabei, digital zu werden. 2015 haben Deutsche Telekom Stiftung, Bertelsmann Stiftung, Dieter Schwarz Stiftung, Montag Stiftung und Robert Bosch Stiftung die Initiative gestartet. Die Idee: gemeinsam pädagogische Herausforderungen im digitalen Zeitalter bewältigen und unser Bildungssystem mit einer pädagogisch sinnvollen Strategie stärken.  Ein Beispiel: Das nächste Thema der Klasse steht in einem gedruckten Schulbuch, was aber nicht mehr ganz auf den neuesten Wissensstand ist. Zum Glück ist das aber kein Problem. Mit dem Schulbuch auf dem Smartphone nehmen die Schüler die …

Zahl des Monats Mai: 9

Die Europawahl 2019 ist die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament. Sie findet vom 23. bis 26. Mai 2019 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt. Quelle: wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Europawahl_2019

Workshop GRUNDLAGEN DES STIFTUNGSMANAGEMENTS

Diesmal ab nach Braunschweig, genauer gesagt, zu Gast im Haus der Braunschweigischen Stiftungen zum Workshop „Grundlagen des Stiftungsmanagements“.  Vorab: Das wesentliche Ziel einer Stiftung ist es, den Stifterwillen zu verwirklichen. Dieser Aufgabe ist man nur gewachsen, wenn die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind. Das bedeutet rechtliche und steuerliche Besonderheiten zu kennen und mit Problemen aus dem Stiftungsalltag klarzukommen. Und darüber hinaus alles im Auge zu behalten, nicht nur das jeweilige Stiftungsprojekt sondern die Besonderheiten der geltenden Gesetze.  Ein für mich extrem komplexes Thema, dem ich mich im Workshop gestellt habe und neue Erkenntnisse gewonnen habe aus der Stiftungswelt, diesmal eben aus der Sicht des Rechts und nicht aus der Sicht der Kommunikation. Es wahr ein anstrengender Tag mit viel Wissen auf einmal, der mich sicher an der einen oder anderen Stelle nochmal beschäftigen wird. Danke für den vortrefflichen Workshop von Frau Stephanie Berger und Dr. Jasmin Gharsi-Krag, Rechtsanwältinnen im Bereich „Recht, Steuern & Consulting“ im Deutschen Stiftungszentrum und ein Dankeschön an die Gastgeberin Frau Insa Heinemann, Leiterin des Hauses der Braunschweigischen Stiftungen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen …

Stichwort: Grünflächen

Es ist naheliegend im Frühling das Stichwort „Grünflächen“ zu wählen, wenn ich nur aus dem Fenster schaue. Das frische Grün des Ahornbaums entfaltet sich gerade und jeden Tag werden die Blätter dichter und dichter, bis die graue Straße nicht mehr zu sehen ist.  Einige setzten sich deshalb mit dem Thema „Grünflächen“ auseinander mit ihren Projekten, um diese zu erhalten, neu zu schaffen oder zu fördern.  Drei möchte ich kurz vorstellen. Die Stiftung DIE GRÜNE STADT fördert durch Wissenschaft, Forschung und bürgerliches Engagements, die Grünflächen von Städten und Gemeinden aber auch Privatleuten. Sie will das Bewusstsein dafür schärfen, welche politische und gesellschaftliche Bedeutung Grünflächen haben. Die „Bäume für Nürnberg Stiftung“ möchte langfristig dazu betragen mehr Grün im Stadtgebiet anzupflanzen, besonders durch Neupflanzungen von Straßenbäumen und langfristige Sicherung des Bestands. Außerdem interessant: Die Urbane Nachbarschaft Freiimfelde, in Halle an der Saale, entstanden in Kooperation der Montag Stiftung Urbane Räume. Auf einer Brache von ca. 6000 m² soll ein offener Bürgerpark entstehen mit Urban Gardening, Abenteuerspielplatz und Gastronomie. Danke für das Frühlingserwachen, und bitte gern mehr davon.

Wort des Monats April: fehlen

zwei hauptbedeutungen, des irrens und mangelns Die zweite der zwei Hauptbedeutungen ist uns geläufig. Die erste ist die vielschichtige. Das Grimmsche Wörterbuch sagt auch gleich, warum das so ist: zwei hauptbedeutungen, des irrens und mangelns, deren zweite sich doch aus der ersten leitet, weil der irrende, fehlschlagende bedürftig wird und mangel empfindet. Es geht hier nicht um den kleinen Irrtum, der sich mit einem Schulterzucken abtun lässt. Etwa wenn man sich eben in der Uhrzeit geirrt hat. Gemeint sind die großen Irrtümer, das Misslingen, das völlige Verfehlen. Ein Hauch davon ist uns noch in der mitleidenden Frage geblieben: Was fehlt dir? Doch dieser Hauch weht über die Tiefe des Mangels nur warm hinweg. Ernsthaft: Was sollen Menschen auf so ein Frage antworten, wenn es ihnen an Hoffnung, Moral, Zuversicht, Vertrauen, Geboten fehlt? Also schlichtweg an dem, was Menschen brauchen, um ihr Leben so in die Hand zu nehmen, dass sie nicht fehl gehen? Zumal in einer Welt, in der es an Dingen nicht fehlt, aber an Trittsicherheit umso mehr. Da fehlt dann die Sprache, um …