Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wissen

Wie gehen wir mit der Würde des Menschen um? – zum Stiftungskaffee im Haus der Braunschweigischen Stiftungen

Heute um 10:00 lud das Haus der Braunschweigischen Stiftungen zum Stiftungskaffee ein. Der Plan: Lockerer Austausch unter Interessierten mit Impulsen von Prof. Dr. Göring, ZEIT-Stiftung und Tobias Henkel, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die Ausführung: hier zu lesen. Zunächst einmal die Zahlen: 90 Minuten, 2 Gedichte, 2 Impulsgeber, 20-30 Teilnehmende aus unterschiedlichsten Berufsfeldern. Was sich nicht in Zahlen fassen lässt: die Anregungen. Den Anfang machte Prof. Dr. Göring mit folgenden Fragen: Wie gut ist die Sichtbarkeit von Stiftungen und wie klar, das heißt erfassbar, ist ihr Profil? Wie steht es um die Ertragssituation, gerade der kleineren Stiftungen und stellen Kooperationen, bzw. Netzwerke, eine Lösung dar, die nachhaltige Wirksamkeit von Stiftungen zu verstärken? Wie gehen wir (die Stiftungen als unverzichtbarer Bestandteil einer sich als demokratisch verstehenden Gesellschaft) mit der Würde des Menschen um? Das umfasst beispielhaft Themen wie Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Qualitätsjournalismus als vierte Gewalt, künstliche Intelligenz als Ablösung für menschliche Arbeit, …? Wie steht es um den Plattformgedanken von Stiftungen? Ist der noch zeitgemäß und was ist mit dem Gedanken der „Advocacy“, Advokatentum als Sprachrohr der Gemeinnützigkeit? …

Wort des Monats Dezember: Ausgang

das haus hat nur einen Ausgang Nimmt man das Jahr – die Zeit überhaupt, wie früher – persönlich, so geht es selbst fort. Es ist sein Ausgang als Weggang. Stellt man es sich hingegen wie ein Haus vor, das wir in den letzten zwölf Monaten bewohnten, so lässt es uns nun zu seinem einzigen Ausgang hinaus. Beides ist der Ausgang, ein kleines Wort von großem Raum. Der Ausgang reicht von der Tür nach draußen bis zum schicksalhaften Ende. Und diese Bedeutungsbreite wirft uns zum Eingang zurück. Denn der Ausgang einer Sache ist der Eingang einer Neuen. Und selbst da, wo eine Sache „nur einen Ausgang“ hat, stellt sich die Frage, wie wir ihn nehmen, den einen Ausgang – als Tür nach draußen oder als schicksalhaftes Ende.

Wort des Monats November: Behagen

dies schöne, wollautige wort scheint in unserer sprache nie allgemein durchgedrungen Auch wenn dies Wort immer ein wenig fremd geblieben ist, einer seiner Ursprünge ist uns recht alltäglich: der Hag. Wir nennen ihn nur nicht so. Der Hag ist für uns heute ganz prosaisch das Grundstück, der Garten, der Besitz und ähnliches. Alles das, was wir einzäunen oder mit Hecken umgeben. Das Behagen erinnert uns daran, dass jeder von uns selbst ein Hag ist. Etwas, das gepflegt, umhegt, umgrenzt sein will. Nicht nur, aber auch um des Behagens willen. Denn dies, die Zufriedenheit, Freude, das frohe Gefühl, die stille innige Kraft – alles das bedeutet das Behagen – geht uns ja doch oft genug verloren in einer lauten, unruhigen Welt. Wahrscheinlich weil der Hag uns fehlt, die Umfriedung, die Grenze zur Unruhe. Zeit also, sich an „dies schöne wollautige wort“ zu erinnern und selbst Hag zu sein.

Zahl des Monats September: 554 mögliche Preisträger/innen

Der Deutsche Engagementpreis wird am 22. Oktober verliehen. Die Jury hat momentan über 554 mögliche PreisträgerInnen zu entscheiden. Sie alle kommen – unter anderem weil Preisträger anderer Engagementpreise – für den Dachpreis infrage. Quelle: PRESSEMITTEILUNG, https://www.deutscher-engagementpreis.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-finale-zahlen-2018/